Ende Juni besuchte die neuen rheinland-pfälzische Umweltministerin Christine Schneider, als ersten Termin auf ihrer Sommertour, in Harthausen in der Südpfalz eines der Auswilderungsgebiete für die Kiebitze. Das Besondere ist, dass Eier von in der Natur von Zerstörung gefährdeten Kiebitzgelegen im Zoo Landau in der Pfalz ausgebrütet, aufgezogen und die jungen Kiebitze für ein Leben in der Natur vorbereitet werden. Diese Maßnahme findet in enger Zusammenarbeit mit dem unter der Leitung der GNOR (Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie in Rheinland-Pfalz e.V.) stehenden Kiebitzprojekt in Rheinland-Pfalz statt. Lokale engagierte Naturschutzverbände unterstützen das Naturschutzvorhaben. Das Projekt wird mit Landesmitteln aus der Aktion Grün gefördert.
Frau Ministerin Schneider konnte bei ihrem Besuch acht weitere der im Landauer Zoo aufgezogenen Kiebitze als bestandsschützende Maßnahme aus einer Auswilderungsvoliere in das dortige Biotop entlassen. Besonders ermutigend sind mehrere Thesen bzw. Bekenntnisse, die Ministerin Schneider in ihrer Grußbotschaft klar formulierte: U.a. die dringende Notwendigkeit für mehr Natur- bzw. Biodiversitätsschutz, die Anerkennung des wichtigen Beitrags der wissenschaftlich geleiteten, progressiven zoologischen Gärten zum Arten- und Naturschutz und die Betonung zur Notwendigkeit der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft.
Auf diesen Grundlagen ist zu wünschen bzw. absehbar, dass es mit dem neuen Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten (MLWUF) des Landes Rheinland-Pfalz auch zukünftig zu einer guten und wertvollen Zusammenarbeit im Naturschutz kommen kann.